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Hairspray

Waggonhalle Produktion No. 29
DAS BROADWAY MUSICAL
BUCH VON MARK O’DONNELL – MUSIK VON MARC SHAIMAN – LIEDTEXTE VON SCOTT WHITTMAN UND MARC SHAIMAN
DEUTSCHE FASSUNG VON JÖRN INGWERSEN (DIALOGE) UND HEIKO WOHLGEMUTH (SONGS)

Basierend auf dem New Line Cinema Film, Drehbuch und Regie JOHN WATERS

Die bislang aufwändigste Amateurproduktion der Waggonhalle.

Welcome to the 60´s!

Nach dem riesigen Erfolg von „Jesus Christ Superstar“ im letzten Sommer, legen wir jetzt nochmal richtig nach!

„Hairspray“ nimmt Sie mit ins Baltimore der sechziger Jahre, in die quietschbunte Welt der Tracy Turnblad. Ob ihr Traum, trotz ihrer etwas pummeligen Figur in der berühmten Teenie-Fernsehshow von Corny Collins aufzutreten, und die Aufmerksamkeit von ihrem Schwarm Link Larkin zu erhalten, in Erfüllung geht? Und warum dürfen eigentlich weiße und schwarze Tänzer nicht gemeinsam tanzen? Ein Stück über die Freude an der Musik, die uns trotz aller Unterschiede zusammenbringt. Ein Stück, das garantiert alle Vorurteile vor guter Laune platzen lässt!

Die swingenden Songs wie „Hairspray“ oder „Welcome to the 60´s!“ werden von unserer eigenen Big-Band Combo unter der Leitung von Tom Feldrappe präsentiert, der schon im letzten Jahr die erfolgreiche Produktion von „Jesus Christ Superstar“ leitete. Regie führt Artur Molin (genau! Voice of Germany!) vom Hessischen Landestheater Marburg. Die spritzigen Choreographien stammen von Astrid Kolter. Um das Bühnenbild und die kunterbunten Kostüme kümmert sich Daniela Vogt.

Freuen Sie sich auf einen peppigen Musical-Abend mit viel Wortwitz, Tanz, bunten Kleidern, riesen Frisuren und liebenswürdig-skurrilen Charakteren, bis es am Ende heißt: „Niemand stoppt den Beat!“ Unsere Perücken und Tanzschritte sitzen schon mal!

Fotos: Gerd Sycha

Cast (in alphabetischer Reihenfolge) Jana Bathomene, Franziska Deutscher, Sergej Feller, Eyleen Grisar, Joscha Grolig, Svenja Göbel, Dinah Hirsch, Susann Ketley, Bettina Kühn, Robin Lautenbacher, Tanisha Michel, Lara Miesbauer, Lozofihla Masooa, Lukas Nadjiri, Paul Ndimande, Patrick Pohl, Bianca Poloschek, Anna Prokop, Verena Schmitz, Marion Schoner, Regina Spermann, Anne Stellberger, Henrik Stolte, Viola Wanke, Juliane Wöstmann
Combo (in alphabetischer Reihenfolge) Christian Blindenhöfer, Benedikt Böhm, Florian Dille, Johannes Funk, Katrina Gagelmann, Mario Gwiazdowski, Claudia Henning, Anna-Maria Herianto, Jana Ibold, Annabelle Jung, Katharina Käding, Stefan Koch, Manja Löhr, Simon Marauhn, Alex Melinic, Jochen Müller-Cohrs, Dennis Obermann, Lukas Rauber, Daniel Schenker, Dominik Schmitt, Christoph Schopp, Dominik Wiegand, Boris Wilde
Musikalische Leitung Tom Feldrappe
Regie Artur Molin
Choreographie Astrid Kolter
Ausstatttung Daniela Vogt
Chor Bettina Kühn
Regieassistenz Diana Nusko
Organisation Marie-Theres Auer
Produktionsleitung Patrick Pohl
Plakat und Fotos Hasret Sahin

Musical „Hairspray“
Publikum feiert Gute-Laune-Musical
Bunt und schrill ist das Musical „Hairspray“, das am Donnerstag in der Waggonhalle seine umjubelte Premiere hatte. Mit großem Aufwand hat das Team um Regisseur Artur Molin den Spaß auf die Bühne gebracht.
Marburg. Wow. Strahlende Gesichter auf der Bühne und beim Publikum. Nach zweieinhalb Stunden Spielzeit gab es am Donnerstagabend minutenlange Standing Ovations für das Waggonhallen-Ensemble, das das Broadway-Kultmusical aus dem Jahr 2002 trotz spürbarem Lampenfieber mit Witz und Tempo gemeistert und kleinere technische Pannen mit großer Spielfreude übertüncht hat.
Seit drei Jahren gibt es in der Marburger Waggonhalle hausgemachte Musicals: Nach dem blutrünstig-makabren „Sweeney Todd“, dem 70er-Jahre-Klassiker „Jesus Christ Superstar“ steht nun das haarsträubende Musical „Hairspray“ auf dem Programm. Die Messlatte wird an der Waggonhalle dabei immer ein Stück höher gelegt.
21 Musiker und – rechnet man die Doppelbesetzungen ein – weit über 30 Darstellerinnen und Darsteller haben das Team um Regisseur Artur Molin, den musikalischen Leiter Tom Feldrappe, die Choreografin Astrid Kolter und die Ausstatterin Daniela Vogt in monatelangen Proben zu einem Ensemble zusammengeschweißt, das sich den großen Vorbildern gewachsen zeigt. Schließlich wurde „Hairspray“ nach dem gleichnamigen Film von John Waters allein in New York mehr als 2500 Mal aufgeführt. Zudem gab es 2007 noch den Musicalfilm mit Weltstars wie John Travolta, Michelle Pfeiffer, Christopher Walken, Queen Latifah oder Zac Efron.
Hohe Hürden für das wagemutige Waggonhallen-Ensemble. Doch ihr Ergebnis kann sich sehen lassen. Ihr „Hairspray“ ist ein buntes, bisweilen schrilles Gute-Laune-Musical, das das Publikum in die US-amerikanische Stadt Baltimore des Jahres 1962 entführt. Die 19 Songs werden von der Band souverän gespielt und von den Darstellern erstaunlich gut, manchmal mitreißend, gesungen.
Die Geschichte ist schnell erzählt: Tracy Turnblad (Susann Ketley) ist ein pummeliger Teenager, der davon träumt, in der Corny Collins Fernseh-Show aufzutreten, um dem Star Link Larkin (Henrik Stolte) nahe zu sein, in den sie unsterblich verliebt ist. Es gelingt ihr, obwohl die Produzentin Velma von Tussle (Regina Spermann) und deren zickige Tochter Amber (Anne Stellberger) alles daran setzen, dies zu verhindern. Tracy nutzt die Show, um gegen die Rassentrennung zu protestieren, muss dafür mit ihren Mitstreitern ins Gefängnis. Natürlich gibt es in dem Musical, das dicke Menschen liebenswert zeichnet und für Toleranz wirbt, ein Happy End.
Viele Darsteller haben Bühnenerfahrung
Regisseur Artur Molin, Marburger Theaterfans als Ensemblemitglied des Hessischen Landestheaters bekannt, setzt in seiner ersten Regiearbeit auf schnelle Bühnenwechsel, viel Bewegung und von Astrid Kolter sorgfältig einstudierte Tanz-Choreografien. Molin und Kolter gelingen mit dem großen Ensemble beeindruckende Tanzszenen, die in den kommenden Wochen mit zunehmender Sicherheit noch an Dynamik gewinnen werden. Die Bühne hat Molin vor der Seitenwand platziert. Dadurch kann er sowohl die Fenster als auch die Seitentüren für schnelle Auf- und Abgänge nutzen.
Viele Darstellerinnen und Darsteller haben Bühnen- und Musikerfahrung. Das merkt man etwa bei den Soli: Susann Ketley wächst bei der Premiere von Minute zu Minute mehr in die Rolle der Tracy Turnblad hinein, Jana Bathomene begeistert mit ihrer ausdrucksstarken Soulstimme als Motormouth Maybelle, Lukas Nadjiri war im vergangenen Jahr mit dem Deutschen Pop- und Rockpreis preisgekrönter Hauptdarsteller in „Jesus Christ Superstar“.
Für Tempo und Pfiff sorgen zudem die „Dynamites“ Bianca Poloschek, Anna Prokop und Svenja Göbel. Publikumsliebling wird mit zunehmender Spieldauer Joscha Grolig als Mama Edna Turnblad. Großen Anteil am Gelingen des Musicals hat auch Ausstatterin Daniela Vogt, die mit wenig Geld und vielen kreativen Ideen verblüffend viel erreicht.
(Oberhessische Presse, Uwe Badouin, 05.08.17)

Musical „Hairspray“ in Marburg mit starker Gießener Beteiligung
MARBURG – Manche Dinge werden immer besser. Die Waggonhalle in Marburg stellt jetzt ihre 29. Eigenproduktion eines Musicals vor, es ist „Hairspray“. Die musikalische Leitung hat Tom Feldrappe, Regie führt Artur Molin, die Choreografie besorgte Astrid Kolter, die Ausstattung übernahm Daniela Vogt. Das Ergebnis ist in jeder Hinsicht ein Riesenvergnügen: musikalisch, optisch und nicht zuletzt tänzerisch. Heute Abend ist die Premiere. Ausverkauft.

Der Spaß kommt zum einen davon, dass hier ein enorm motiviertes Ensemble – die meisten stammen aus oder leben in Gießen, einige in Wetzlar und Butzbach – restlos alles gibt: Hier wird mit so viel Schwung und Hingabe getanzt, wie es überhaupt möglich ist. Hinzu kommt, dass die Darsteller auch gesanglich bestens ausgesucht und disponiert sind – so stabile Chöre, und lieblich dazu – wünscht man sich im Musical. Tom Feldrappe, er ist zum dritten Mal als musikalischer Leiter dabei, hat das Geschehen fest im Griff und lässt das Orchester einen knackigen Soundtrack liefern, den er umsichtig gestaltet und hoch sensibel ins Geschehen einpflegt: perfektes Timing.

Die Hauptrolle ist mit Susann Ketley als Tracy Turnblad treffend besetzt. Das füllige Mädchen kämpft um eine Karriere in der Corny-Collins-Show im lokalen Fernsehen, obgleich sie nicht im üblichen Sinne hübsch ist: „Zu dick“, sagt die etwas hysterische Produzentin (exzellent knallhart: Regina Spermann) gnadenlos zu ihr. Aber eine Schwangerschaft im Ensemble gibt ihr die Chance, sich zu bewähren. Als ihre Freundin Penny Pingleton, mit der sie regelmäßig die Show verfolgt, agiert permanent quirlig und sympathisch Viola Wanke.

Die Geschichte enthält jede Menge farbiger Figuren. Als schwiemeliger Gastgeber und Moderator (mit schicker Tolle von Lilo Siegel) Corny Collins ist Sergei Feller ausgezeichnet besetzt, genau wie im Grunde sämtliche Rollen, das fällt alsbald auf. Heraus ragen Joscha Grolig (Edna) und Robin Lautenbacher (Wilbur Turnblad) als Elternpaar, das auch ein paar hinreißende, sehr gefühlvoll getanzte Doppelszenen hat. Natürlich gibt es einen hinreißenden Liebhaber (Link Larkin), den Nick Stolte überaus sympathisch und rundum glaubwürdig dargestellt. Er erweist sich nicht nur bei einem Solo auch als versierter Tänzer.

Das gilt nun wirklich für das ganze Ensemble. Alle Tanzblöcke sind nicht nur von Astrid Kolter äußerst schwungvoll choreografiert, sodass stets Leben herrscht auf der Bühne. Darüber hinaus haben es Kolter und Regisseur Molin hinbekommen, dass alle Darsteller ihre Figuren sichtbar inhaltlich füllen. Gemeinsam mit den überdurchschnittlich guten Gesangsparts ergibt sich so eine überaus lebendige Anmutung der Figuren, häufig sogar variiert. Hier zahlt sich die intensive Regiearbeit aus, auch entstehen immer wieder sehr schöne Bilder.

Das hat viel Zeit gekostet, musste jedoch eigentlich im Eiltempo erarbeitet werden. Feldrappe: „Es ist mit 60 Personen die größte Eigenproduktion bisher überhaupt. Wir haben im Januar gecastet, im Februar fingen die Proben für das Ensemble an, im März begann die Probenarbeit mit der Band.

Geprobt wurde außer in der Waggonhalle auch in der Musikschule Gießen, dem Step in Marburg und beim dortigen Landestheater. Die Bandproben fanden im Jugendzentrum Heuchelheim statt. Stilistisch herrschen die Sechziger: Bigband Sound, Twist und natürlich Rock’n’Roll. Die Show dauert etwa zweieinhalb Stunden.“

Schwierig war es auch. „Wir bespielen ja praktisch jede Tür und jedes Fenster im Saal, das musste akribisch koordiniert werden, damit kein Schauspieler plötzlich vor einer geschlossenen Tür steht“, erinnert sich Regieassistentin Diana Nusko. Und Ausstatterin Daniela Vogt hatte ihre liebe Not, „die Darsteller mit dem knappen Budget so schick in Schale zu bringen“, wie es letztlich gelang. Plötzlich sagt sie: „Da geschieht gerade etwas, das nicht sein darf“, und zischt quer durch den Saal, Hand anzulegen. Mindestens einen Mitspieler werden Besucher der letzten Produktion „Jesus Christ Superstar“ wiederbegegnen. Lukas Nadjiri aus Gießen ist wieder dabei als Seeweed J. Stubbs.

Das Ensemble ist am Ende schnell weg, doch unter den Besuchern der Generalprobe herrscht eine gute Laune, die man direkt aus der Luft greifen könnte.
(echo-online.de, Heiner Schultz, 03.08.17)

Komödie
Hairspray
You Can’t Stop The Beat
„Hairspray“ in Marburg überzeugt mit einem talentierten Laien-Ensemble, das sich durchaus mit Profis messen lassen kann. Saubere Singstimmen, ausdrucksstarkes Schauspiel, fetzige Choreografien und ein großes Orchester katapultieren die Zuschauer ins Baltimore der 60er Jahre.

Premiere: 03.08.2017
Rezensierte Vorstellung: 05.08.2017

Der Einlass in die Welt von „Hairspray“ erfolgt in der Marburger Waggonhalle über den mittleren und seitlichen Bühneneingang und lässt die Zuschauer sofort in die Realität von Tracy, Corny Collins & Co eintauchen, wenn man sich die liebevoll dekorierte Halle – eine umgebaute Fabrik – anschaut. Auf der Mittelbühne befindet sich das Studio der Corny Collins Show, links ist Ednas Bügelstube aufgebaut und der rechte Teil wird für diverse Auftritte wie beispielsweise die Gefängnisszene genutzt.

Clever, wie das Konzept der Halle in die Show integriert wurde. So verwundert es nicht, dass auch die Fenster an der Rückwand „bespielt“ werden, indem die Darsteller von außen an der Halle vorbeimarschieren und so der Anschein entsteht, man sei tatsächlich mittendrin im Geschehen. Clever gelöst, sehr interaktiv und das perfekte Setting für die muntere Show um Tracy Turnblad und ihren Kampf gegen die Rassentrennung.

Tracy wird von Susann Ketley gespielt. Ketley stellt sie so wunderbar überdreht dar und untermalt die Darbietung mit kraftvollem Gesang, so dass es eine Freude ist, der jungen Darstellerin zuzuschauen. Dass sie und die etwa 20 weiteren Akteure der Truppe Laiendarsteller sind, fällt kaum ins Gewicht. Gesanglich wird sowohl von den Solisten als auch beim Chorgesang (Einstudierung: Bettina Kühn) Großes geboten. Die teils mehrstimmigen Ensemblenummern donnern sauber und kraftvoll aus den Lautsprechern.

Joscha Grolig gibt eine anfangs verschüchterte und im Finale völlig verwandelte Edna und überrascht immer wieder mit neuen Kostümhighlights (Ausstattung: Daniela Vogt). Besonders gefällt er im Zusammenspiel mit Robin Lautenbacher als Wilbur – beispielsweise beim Liebeslied „Du bist zeitlos für mich“.

Auch Lukas Nadjiri als Seaweed und Jana Bathomene als Motormouth Maybelle führen kräftige Stimmen ins Feld, während Viola Wanke und Patrick Pohl mit Geschick für Witz und Timing überzeugen. Das Ensemble ergänzt gekonnt die Solisten und führt zu einem überzeugenden Gesamtbild dieses jungen Theaterprojektes.

Die kreative Arbeit liegt größtenteils in den Händen von erfahrenen Bühnenprofis. So zeichnet Schauspieler Artur Molin für die Regie verantwortlich und beweist bei seiner ersten Musical-Regiearbeit ein Händchen für den Umgang mit jungen Künstlern, denn diese werden zu keiner Zeit als „Laien“ alleine gelassen. Alles wirkt durchdacht, die einfachen, aber dennoch in großer Zahl vorkommenden Choreografien (Astrid Kolter) sitzen und die örtlichen Begebenheiten werden optimal genutzt.

Unbedingt erwähnenswert ist das 30 Musiker zählende Orchester um den musikalischen Leiter Tom Feldrappe. Die opulente Kombo in Kombination mit der Wohnzimmeratmosphäre der Halle sorgen für einen satten Sound und eine würdige Begleitung der talentierten Darsteller.

Wer „Hairspray“ in dieser intimen, schmissigen Inszenierung erleben möchte, hat noch bis Ende Oktober Zeit, sich nach Baltimore zu begeben.
(Text: Jens Alsbach, musicalzentrale.de vom 05.08.17)

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