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Theater im Grund: Unter dem Fluss – Folge 4: „Affenfelsen“

Theater im Grund, in Kooperation mit Waggonhalle im Kulturprogramm von „Marburg800“

Die Zeitreise durch Geschichte und Geschichten aus der Stadt Marburg und dem Umland ist in der Gegenwart angekommen. Nach den Aufführungen der bisherigen Folgen von „Unter dem Fluss“ im Mai, Juni und September folgt nun im Oktober die abschließende Folge „Der Affenfelsen“. Das Theaterprojekt von Willi Schmidt, im Kulturprogramm von „Marburg800“, besteht aus vier in sich abgeschlossenen Theaterstücken mit Live-Musik, bei denen die beiden Zeitreisenden Marie und Lupus die jeweiligen Geschichten im historischen Kontext aus ihrer Perspektive erzählen. In verschiedenen Epochen werden sie in unterschiedlichen Konstellationen wiedergeboren, erleben Geschichten um die wesentlichen Dinge des Lebens, stets am gleichen Ort an der Lahn, wo jahrhundertelang das „Wirtshaus an der Lahn“ stand – und jetzt „Der Affenfelsen“ steht.

Lupus, Therapeut und Marie, Psychologiestudentin werden zum Liebespaar, begeben sich auf das Dach des „Affenfelsen“, wo Marie ein traumatisches Erlebnis aus ihrer Vergangenheit offenbart. „Affenfelsen“ wird das in den 70er Jahren erbaute Hochhaus am Fuße der Adenauerbrücke in Marburg genannt, ein typischer Zweckbau dieser Zeit. Darin verwoben werden Geschichten von (fiktiven) Bewohner*innen des „Affenfelsen“ erzählt, wobei es um menschliche Beziehungen, Geheimnisse, Kindheitserlebnisse, Suche nach Identität geht – thematisch aber auch aktuelle politische Themen eingebunden sind. Zugleich ist ein junger Mann im Keller zugange, fanatisiert von der Idee, dass brennende Asylbewerberunterkünfte nicht genug sind…

Und so wird die rechts-rassistische Ideologie des fiktiven Attentäters vom „Affenfelsen“ von der Fiktion zur Wirklichkeit, und umgekehrt. Zufall ist das natürlich nicht. Es ist die rassistische Ideologie des rechten Terrorismus von Norwegen, den USA, über München, Neuseeland bis Halle und Hanau, der zur immer größer werdenden Bedrohung geworden ist – bei gleichzeitiger Verharmlosung durch konservative Parteien und Medien. Und es ist die rassistische Ideologie – in Deutschland geprägt von „Identitärer Bewegung“ und AfD – welche den Nährboden für den Rechtsterrorismus bereitet. Dem entgegen stehen die Geschichten von Menschen, die im „Affenfelsen“ erzählt werden, als Antwort auf die Menschenverachtung der rassistischen Ideologie.

 

Günstige Gruppenkartenab 5 Personen Vorbestllungen unter: post@grundblick.de

 

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Foto Marion Klein
Szenenfoto Gerd Sycha

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