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Der Schlaf der Geige

Waggonhalle Produktion No. 15

Im Stil der Theatertrilogie „In die neue Welt“ beschäftigt sich auch das neueste Projekt von Willi Schmidt mit einem geschichtlichen Thema aus den oberhessischen Dörfern rund um Marburg.

Holocaust. Schrecklich. Dürfen wir nie vergessen. Da stimmen alle zu. Holocaust ist Auschwitz, Dachau, Buchenwald, Berlin, Nürnberg. Nah und fern. Und doch vergessen wir. Denn Holocaust ist auch hier. Holocaust ist Marburg, Ebsdorfergrund, Kirchhain. Menschen sind weg. Nachbarn sind weg. Menschen, die vielleicht im selben Haus gewohnt haben, in dem wir heute zuhause sind. ‘Der Schlaf der Geige’ erzählt die Geschichte von zwei dieser Menschen basierend auf zwei Schicksalen aus Schröck. Weil sie anders waren – er Epileptiker und sie psychisch krank – wurden sie in die ‘Heilanstalt’ Hadamar deportiert, zwangssterilisiert und ermordet, wie 15.000 weitere ‘unwerte’ Leben auch.

Mit Theatermitteln wird die fiktive Geschichte zweier Kranker erzählt. Der Mann, der an Epilepsie leidet, lebt in der Familie seines Bruders auf dem Dorf, wo er in einem Park als Hilfsgärtner arbeitet. Die Verwandten sorgen für ihn mit, bis er durch die „Euthanasie“ – Ideologie der Nationalsozialisten aus seiner Welt herausgerissen wird. Die Frau ist die Tochter eines Intellektuellen und leidet an einer Persönlichkeitsstörung. Seit ihrer Kindheit spielte sie Geige, bis ihr dies verboten wurde. Seitdem lebt sie in einer Anstalt und ist mittlerweile ebenso wie der Epileptiker für einen Transport in das Vernichtungslager Hadamar vorgesehen.

Als Theaterbild dient dazu ein überdimensionales Grab, in dem die beiden Personen des Stückes „gefangen“ sind und aus dem heraus sie ihre Geschichte entwickeln, welche sie schicksalhaft zusammenführt. Das Stück ist entstanden durch Probenarbeit und Recherche von und mit Mareike Kemp und Willi Schmidt, beides Mitwirkende beim Projekt „In die neue Welt“.

Weitere Infos und Inszenierungen vom „Theater-im-Grund“ http://theater-im-grund.grundblick.de

Schauspiel Mareike Kemp, Willi Schmidt
Text und Regie Willi Schmidt
Regie-Mitarbeit Lea Hinrichs
Ausstattung Daniela Vogt

„Das Stück […] hatte allen den Atem stocken lassen.“
„Skizzenhaft, schlicht und eindringlich“
„Das Publikum applaudierte kräftig.“
(Oberhessische Presse)

„Poetisch und eindringlich“
„Mit großem Feingefühl hat Schmidt dieses Drama inszeniert, dessen böses Ende schon bald klar wird. “
„Bewegend waren auch das Spiel der beiden Darsteller und die Inszenierung“
(Marburg News)

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