Christine Lander – SPURLOS
Ein Weg versandet im Nirgendwo. Zwei Menschen wissen nicht weiter. Plötzlich hängt das Leben am seidenen Faden. Das Schicksal wendet sich.
Mit Spurlos präsentiert die Berliner Erzählerin Christine Lander einen eindringlichen Abend über das Verschwinden, über Mut, Freiheitsliebe und die Kraft menschlicher Begegnungen. Frei erzählt und aus eigenem Erleben schöpfend, nimmt sie ihr Publikum mit auf eine Reise zwischen Wirklichkeit und märchenhaften Momenten.
Die Geschichte führt nach Syrien – in die Zeit kurz vor Beginn des Kriegs. Nach ihrer Arbeit am Al-Qabbani-Theater in Damaskus reist Christine Lander zur Erholung in ein abgelegenes Kloster in der Wüste. Was als Rückzug beginnt, entwickelt sich zu einem außergewöhnlichen Abenteuer: Eine unerwartete Freundschaft, eine große Gefahr, ein einzigartiger Ort. Die Sehnsucht nach Überleben und Frieden wird zu einer stillen, aber kraftvollen Begleiterin.
Gerade heute, da die Region erneut von politischen Spannungen und Unsicherheit geprägt ist, berühren diese Erlebnisse auf besondere Weise. Spurlos lädt dazu ein, hinter die Schlagzeilen zu blicken und sich daran zu erinnern, was Menschen verbindet: Offenheit, Menschlichkeit und die Hoffnung auf ein friedliches Miteinander.
Ein Abend, der nachklingt – still, eindringlich und voller Leben.
Mit ihrer hellen, klaren Stimme und ihrer starken Bühnenpräsenz erschafft Christine Lander packendes „Kino im Kopf“. Fremdes wird vertraut, Uraltes gegenwärtig, und Unmögliches denkbar. Dabei arbeitet sie konsequent analog: Nur mit Worten, Gesten und ihrem Körper öffnet sie einen poetischen Raum voller Bilder. Obwohl die Dramaturgie feststeht, entsteht der Text jedes Mal neu – improvisiert, einmalig und nur für diesen Abend und dieses Publikum.
Erzählkunst
In einer Zeit permanenter medialer Reizüberflutung bietet die Erzählkunst einen seltenen Gegenpol: Entspannung, Konzentration und das Eintauchen in die eigene Vorstellungskraft. So entsteht eine unmittelbare Verbindung zwischen Erzählerin und Publikum, zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Die Kunst des Erzählens entsteht in dem Raum zwischen der Erzählerin und dem Publikum. Die Menschen assoziieren stärker als mit vorgefertigten Bildern, knüpfen an ihre eigenen Erfahrungen an und teilen diese auch mit. Jede:r fühlt sich wahrgenommen. Gemeinschaft entsteht.
Im Anschluss an die Vorstellung ist ein Gespräch mit dem Publikum ausdrücklich erwünscht.
Zur Künstlerin
Christine Lander, geboren in Rottweil und heute in Berlin lebend, studierte Theaterpädagogik an der Universität der Künste Berlin. Seit vielen Jahren ist sie als professionelle Bühnenerzählerin im deutschsprachigen Raum unterwegs. Ob auf Theaterbühnen, in Museen, Schulen oder auf Festivals – ihre besondere Leidenschaft gilt der Verbindung traditioneller Stoffe wie Märchen, Mythen und Sagen mit biografischen Geschichten und realen Abenteuern.
Seit 2020 kuratiert sie die Reihe „Geschichtentheater“ am Humboldt Forum Berlin, seit 2008 ist sie Teil des Berliner Schulprojekts ErzählZeit. Sie lehrt freies künstlerisches Erzählen an der Universität der Künste Berlin sowie bei Erzählkunst e. V.. und an der Marburger Sommerakademie. 2026 bietet sie einen Kurs im Oktober in der fbs Marburg und im November in Marburg-Ginseldorf an.
Bilder: Sabine Schreiber
Bei Geldknappheit können Karten über die Kulturloge bestellt werden.
https://www.kulturloge-marburg.de