Die Nutzung des Parkhauses an der Waggonhalle ist kostenpflichtig • Für unsere Theater- und Restaurantgäste rabattieren wir die ersten beiden Stunden (3 Euro). Sie können jedoch auch alternativ die Parkplätze der Käthe-Kollwitz-Schule täglich ab 14:00 Uhr kostenfrei nutzen.

Die Zeit der langen Dämmerung

Geschichte einer Jugend auf dem Dorf

Texte aus dem Roman: Willi Schmidt
Musik: Anita Naumann (Gesang) und Gangolf Seitz (Klavier)

Willi Schmidt liest aus seinem im Wolfbach-Verlag erschienenen Roman ‚Die Zeit der langen Dämmerung‘, in dem er Geschichten aus den 1980er Jahren aus der Perspektive junger Leute erzählt. Begleitet wird er von der Sängerin Anita Naumann und dem Pianisten Gangolf Seitz, die überwiegend Songs aus dieser Zeit spielen.

Das Buch: Hans, aufgewachsen in einem mittelhessischen Dorf, erzählt die Geschichte seiner Jugend Ende der 1970er Jahre bis Mitte der 1980er Jahre. Die ist verwoben mit der Geschichte einer Clique junger Leute. Philosophie und Politik, Umweltbewegung, Aufrüstung, die Suche nach alternativen Lebensformen in Abgrenzung zu den althergebrachten Strukturen sind ihre bestimmenden Themen. Erzählt werden aber auch die Liebesgeschichten, die sich entwickeln, mit all der Vielfalt und den Widersprüchen zwischen persönlichem Anspruch und Wirklichkeit.
Ein alter Bahnhof, vom Abriss bedroht, wird besetzt und zum Treffpunkt – auf dem Dorf eine ungewöhnliche Aktion, die Aufsehen erregt.

Mit Freunden fährt Hans in den Wald bei Frankfurt, wo die Startbahn West gebaut werden soll, erlebt die Gewalt der Auseinandersetzungen. Was ist die Konsequenz daraus? Hans ringt mit sich und sucht. Und dann ist da die persönliche Katastrophe, der Suizid einer jungen Frau aus der Clique, was mit dazu beiträgt, dass sich die Gruppe zerstreut, eigene Wege gegangen werden, von einigen das Dorf verlassen wird. Auch von Hans, der bald darauf sein erstes Theaterstück schreibt, im ‚Bettenhaus‘ lebt, ein nach einer Besetzung selbstverwaltetes Studentenwohnheim in Marburg.

Und die Uraufführung dieses Stückes „Tanz auf dem Vulkan“ ist der 26. April 1986, der Tag der AKW-Katastrophe von Tschernobyl.

Willi Schmidt ist Mitbegründer des Kulturzentrums „Waggonhalle“ in Marburg und arbeitet heute als Schauspieler, Regisseur und Autor. Im Laufe der Jahre wurden zahlreiche Theaterstücke von ihm uraufgeführt, zuletzt kamen noch Theater-Filme hinzu, die auf YouTube zu sehen sind. Neben seiner Tätigkeit am Theater hatte er mehrere Buchveröffentlichungen von Romanen und Gedichten.

Eintritt frei, Spenden erbeten

Bildnachweis: Fotos: Die Personenfotos: Gerd Sycha; Das Buch-Cover: Wolfbach-Verlag

Bevorstehende Veranstaltungen

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Der Gutschein ist einlösbar für Veranstaltungen in der Waggonhalle Marburg und für Speisen und Getränke in der Gaststätte Rotkehlchen.

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