Liebe Leserinnen und Leser - September 2010
Neues vom ersten Haus am Platz
Liebe Leserinnen und Leser,
Endlich mal gibt es etwas durchweg Positives aus unserer geliebten Universitätsstadt zu vermelden. Marburg ist inzwischen zum Mekka für alternde Schauspieler geworden. Denn hier wird sich noch gekümmert, hier hat man ein Herz. Hier wird man nicht mit Almosen abgespeist, hier bekommt man gleich eine eigene kleine Bühne. Auf den ersten Blick mag das nicht überraschen, denn Marburg hat schon immer alle Wünsche der freien Szene mit einer Großzügigkeit bedacht, die national ihresgleichen sucht. Doch wurde zumeist nur junge Kultur mit Geld zugeschüttet. Umso schöner, dass man jetzt auch an die Pensionäre denkt. Auch wir, die Verfasser, sehen unserer Zukunft jetzt voller Freude entgegen, da wir in 20 – 30 Jahren auch soweit sind. Und da wollten wir auf diesem Wege schon mal unsere Wünsche mitteilen: Also, der Matze hätte gerne eine mobile Bühne in der Marburger Seilbahn, und der Nisse würde sich total über eine kleine Bühne am Schloss freuen. Nur mal so – zum vormerken.
Und während in der Stadt die Bühnen wie Pilze aus dem Boden schießen, gibt es bald keine Zeitungen mehr, die darüber berichten können! Die Marburger Neue macht dicht. Leider. Konkurrenz ist doch immer gut, dann strengen sich alle ein bisschen mehr an. Und was machen wir jetzt? Welche Kritiken hängen wir an unsere halb-verwaiste Pressewand? Wer isst jetzt die Kekse auf unseren Pressekonferenzen?
Eins steht fest: Heike Döhn MUSS bleiben! Basta!
Intermezzo: Die Giraffe ist ein sehr, sehr tolles Tier. Wirklich sehr, sehr toll!
Alwi und Clemi gehen! Unsere beiden Lieblings-FSJler in diesem Jahr verlassen die Waggonhalle und ziehen hinaus in die große Welt. Das Jahr hier diente zur Orientierung und hat die beiden ein großes Stück weiter gebracht. Wo sonst kommt man auf die geniale Idee, Philosophie und Koreanisch zu studieren? Wo sonst erkennt man, dass man unbedingt nach Düsseldorf muss? Na bitte! Und wie immer heißt es: sie kamen als Jungs und gehen als Männer. Ne, Jungs, jetzt mal ehrlich: das Jahr mit Euch war erste Sahne und wir werden Euch vermissen! Möge der Zeitgeist mit Euch sein!
Aus unserer Serie „Naturkatastrophen und medizinische Salben“ heute:
Was hat der Kreidefelsenabsturz auf Rügen mit der nicht sachgerechten Anwendung von „Finalgon“ zu tun? Hätte der Vorfall sich genauso in Montabaur ereignen können? Leute, das ist eine sehr, sehr lange Geschichte – da haben wir jetzt wirklich keinen Platz für. Und außerdem glaubt uns das eh keiner ...
In diesem Sinne
Herzlichst
Ihre Leuchtturmwärter
Matze „King Lear“ Schmidt und Nisse „kleiner Klopfer“ Kreysing
