Liebe Leserinnen und Leser - Februar 2008
Neues vom ersten Haus am Platz
Zur Drucklegung ist noch völlig unbekannt, wer denn jetzt die Landtagswahl gewonnen hat.
Entgegen aller Erwartungen haben wir uns nicht eingemischt; wir wollten die Wahl diesmal bewußt ganz offen lassen. Die Umfragen waren aber auch denkbar knapp. Und für die Satire haben die Parteien selbst gesorgt.
Die "Koch-kocht" Kampagne der SPD? Der Hammer! Wirklich lustig, bei Euch ist der Humor zu Hause! Das ist die neue Referenz für Witzischkeit. Das hat der Roland gar nicht nötig, der hat sowieso immer "Spass in die Backen", z.B. mit dem Burka-Verbot an hessischen Schulen.
Das hat Format! Das geht nicht besser.
Welche Wahlversprechen haben den Ausschlag gegeben? Wird es jetzt die Todesstrafe für straffällige Grundschüler oder das Mindesteinkommen schon beim Zähneputzen geben? Da es diesmal aber auch gar nix zum Thema Kultur gab (ist wahrscheinlich nicht gut für's Image, wer möchte schon nach Clintons-Haschisch-Manier zugeben: Ja, ich war als Jugendlicher im Theater, ich habe aber nicht hingeguckt), haben wir beschlossen: Wir sind neutral und begrüßen grundsätzlich und ohne Vorbehalt alle Vorschläge.
Wir gratulieren den Gewinnern der Wahl und versprechen uneingeschränkte Solidarität. Und wenn es für Euch nicht so gut gelaufen ist: Ihr seid trotzdem super. Es wird schon wieder. Lasst Euch nur nicht bei einer Lesung oder sowas erwischen.
Aus gegebenen Anlass sehen wir uns leider gezwungen folgende Gerüchte zu dementieren:
1. Nein, wir sind nicht verantwortlich für die Ausrichtung der Wittelsberger Torten-Tage.
2. Nein, die Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH hat uns nicht die kompletten Lahnberge als zukünftigen Veranstaltungsort angeboten.
3. Nein, wir sind nicht dafür, das Elisabethjubiläum noch um weitere 3 Jahre zu verlängern.
In diesem Sinne
Es grüßen Ihre Leuchtturmwärter
Matze "ich bin dafür" Schmidt und Nisse "ich bin dagegen" Kreysing
P.S. Eigentlich wollten wir im Abschnitt über das Fehlen der Kultur in den Wahlprogrammen noch den Begriff der "Kulturlosigkeit der Parteien" einflechten. Der ist natürlich super-vielschichtig und mehrfach interpretierbar. Aus Platzmangel mussten wir leider darauf verzichten.
