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Liebe Leserinnen und Leser - Mai 2007

Wolf im Schafspelz
Neues vom ersten Haus am Platz


Konnten wir im letzten Wolf (April 2007) noch stolz vermelden, daß unser Cheftechniker Willi S. unter der Waggonhalle ein Ölfeld in der Größe Liechtensteins entdeckt hat und wir nun einen starken Partner aus Dallas an der Seite haben, um die dringend benötigten Fördertürme an den Start zu bringen; rieben wir uns jetzt erstaunt die Augen, daß die Kollegen vom KFZ schon seit etlichen Jahren diverse Bohrtürme in der Stadt aufgestellt haben und es unter Ausschluß der Öffentlichkeit zu geheimen Probebohrungen in den Straßen Schwanallee, Stresemannstraße, Markt, Universitätsstraße, Rudolfsplatz, Rübenstein, Rosengarten, Weidenhausen, Sudetenstraße, Im Loh, Biegenstraße, und zuletzt am Pilgrimstein gekommen sein muß.

Dort stieß man, oh Wunder, auf ungeheure Mengen alten Gerstensaft, offensichtlich gehortete Nachkriegsbestände der vor einigen Jahren pleite gegangenen Marburger Brauerei, aber, wie Experten festgestellt haben: sehr, sehr wertvoll. Das muß den letzten Betreibern dieser Marbuger Institution irgendwie entgangen sein. Die verborgenen Vorräte sollen nun unter der Schirmherrschaft der Herren Egon Vaupel und Roland Koch ans Tageslicht gefördert werden und zu sehr, sehr viel Kohle gemacht werden, damit das kleine Kulturzentrum die den Horizont beengenden Räumlichkeiten des ‘Schmelztiegels’ in der Schulstraße endlich verlassen und zu glorreichen Zeiten an den Pilgrimstein aufbrechen kann. Glück auf Kollegen, auf daß die Fördermengen und -summen immer stimmen. Wir freuen uns schon jetzt auf ein erstes Gläschen echtes, köstliches, frisch zu Tage gefördertes ‘1947-iger Marburger-Braach-Bräu“.


Workshop Teil IV: Bauernregel: „St. Elisabeth sagt ganz schlicht / alte Bäume verpflanzt man nicht.“

Herzlichst Ihre Leuchtturmwärter
Matze „Roland“ Schmidt und Nisse „Egon“ Kreysing

PS: in eigener, gewissermaßen Leuchtturmwärterangelegenheit: das ganze Waggonhallen-Team und viele, viele andere wünschen dir, „MC-Heinzi“, alles Gute, beste Genesung und: es wollen noch viele „Heartbeats“ gesammelt werden … wir vermissen dich.