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Liebe Leserinnen und Leser - Oktober 2006

Wolf im Schafspelz
Neues vom ersten Haus am Platz

Gerade beginnt der Fußball-Wahn angesichts der internationalen Misserfolge unserer Bundesliga-Clubs langsam zu verebben, da taucht aus dem Nichts eine Mannschaft auf, die im Sturm die Herzen der Marburger Fußballwelt erobern konnte: "RK Vögelfreunde e.V." - die Thekenmannschaft der Kneipe Rotkehlchen. Angeführt vom härtesten Stürmer der Stadt (Sascha "Blutgrätsche" Bingenheimer) erkämpfte sich das Team einen sagenhaften 4. Platz beim Warsteiner-Cup. Dabei wurden die Turnier-Statuten auf den Kopf gestellt und (sorry, Sascha) voll auf Frauenpower gesetzt!

Oktober ist in Frankfurt Buchmesse-Zeit. Das diesjährige Gastland ist Indien. Die Messe hat das "Ziel das heutige Indien und seine zeitgenössische Kultur möglichst umfassend ins Blickfeld der internationalen Öffentlichkeit zu rücken." Die Waggonhalle hilft da kräftig mit und schickt die beiden ausgewiesenen Indien-Experten Kurt Fellner und Heinzi Bösel in die Main-Metropole (Fellner: In Indien zum Beispiel isst man fast nur Reis. Die sitzen auf der Straße, essen Reis und lachen dabei. Manche verhungern…das muss irgendwie eine ganz eigene Landschaft sein. Bösel: Immer nur Reis, das wär nix für mich. Ich bin ja kein Beilagenesser in dem Sinn.); zu sehen vom 3.-5. Oktober im Gallus Theater.

Fast hätten wir es vergessen: Hallo liebe Erstsemester! Extra für Euch hat sich das Erste Haus am Platz etwas ganz, ganz Tolles ausgedacht. Vielleicht habt ihr ja mitbekommen, dass am 19. September die Weltrevolution begonnen hat. Jetzt, da der Kapitalismus (der alte Schlawiner) vorbei ist, seid ihr bestimmt verunsichert. Deshalb haben wir unsere "Schön war's"-Aktion bis zum 31.Dezember verlängert und akzeptieren weiterhin den Euro in Kneipe und Theater. Ab 2007 gibt es echten Bohnenkaffee nur noch gegen US-Dollar im kneipeneigenen Intershop.

Am 18. Dezember 1965 auf dem 11. Plenum des ZK der SED verkündete Ulbricht:
"Ich bin der Meinung, Genossen, mit der Monotonie des Yeah, yeah, yeah und wie das alles heißt, sollte man doch Schluss machen!"

Ihre Leuchtturmwärter
Matze "es war nicht alles schlecht" Schmidt und Nisse "geh doch rüber" Kreysing