Liebe Leserinnen und Leser - April 2006
Neues vom ersten Haus am Platz
Nach den Frankfurter Vorkommnissen waren wir eigentlich recht zuversichtlich, dass uns die lokale Presse ähnlich entgegenkommt und uns ganz groß rausbringt. Bei der Premiere von "Indien" haben wir hoffnungsfroh darauf spekuliert, Herrn Badouin von der OP mit seinem Spiralblock im Publikum sitzen zu sehen, um ihm selbigen unter wüsten Beschimpfungen aus den Händen reißen zu können.
Eine große Karriere an den Top-Häusern der Republik wäre uns sicher gewesen. Der Sitz aber blieb leer, und so müssen wir uns weiter abrackern und darauf hoffen, dass sich in den nächsten 10 Jahren eine Gelegenheit ergibt (kommen'se doch mal vorbei, wir stellen auch den Block …).
Kommen wir zur lokalen Politik. Die Waggonhalle ist, was die öffentliche Meinungsbildung betrifft, erschreckend wenig aktiv. Das wollen wir nun ändern: Die Waggonhalle fordert einen ständigen Sitz auf SÄMTLICHEN Podiumsdiskussionen. Wir können zu allem etwas beitragen und sind uns auch für Themen wie "Kleintierhaltung auf Bowlingbahnen" nicht zu schade. Das Auswärtige Amt unterstützt uns übrigens ausdrücklich bei unserem Vorhaben. Kleine Nachfrage an die Politik (wir sind ja noch nicht so lange im Geschäft): Kriegt man dann auch ein Veto-Recht?
Der "Wolf im Schafspelz" ist hinlänglich bekannt für seinen investigativen Journalismus. Und auch diesmal haben wir Schockierendes zu enthüllen. Marburg wird von katholischen Geheimlogen unterwandert. Die Zentrale des Ordens der "Mystischen Messdiener von St. Elisabeth" hat sich bereits im Rathaus breit gemacht. Hohepriester Richard L. vom Fachdienst Kultur bestreitet die Vorwürfe und ist zu keiner weiteren Stellungnahme bereit. Die Durchsuchung seiner Altpapiertonne brachte allerdings Belastendes zu Tage: die aktuelle Ausgabe der "Minipost" - Zeitschrift für Ministrantinnen und Ministranten. Noch Fragen?
Es grüßen österlich Ihre Leuchtturmwärter
Matze "Petrus" Schmidt und Nisse "Paulus" Kreysing
