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Liebe Leserinnen und Leser - Juli 2005

Wolf im Schafspelz
Neues vom ersten Haus am Platz


Vom Verhandlungstisch ganz frisch ins Vorwort: Es scheint geschafft. Nach einer letzten mehrstündigen Sitzung mit Vertretern der Bahn liegt nun ein unterschriftsreifer Vertrag vor. Wenn alles glatt läuft, kann in den nächsten Tagen unterschrieben und gefeiert werden. Das Erste Haus am Platz wird auch in Zukunft die Speerspitze des qualitätvollen alters- und genreübergreifenden Kulturmix darstellen. Wir danken ausdrücklich allen, die uns dabei unterstützt haben: Prof. Dr. Christoph Nix, Michael Bessell, Egon Vaupel, Richard Laufner und einem juristisch vorgebildeten Bekannten, der für eine Pulle Aquavit und einen Eimer schwedischer Flusskrebse anonym im Untergrund für uns tätig war.

Entspannt zurücklehnen können wir uns aber noch nicht. Denn jetzt geht die Arbeit erst richtig los. Vor lauter Übermut starten wir mit einem Knallerprogramm in die neue Ära. Wir huldigen der Antike, die nicht nur die Wiege des Theaters ist, sondern auch die Körperkultur zelebrierte und das Ringen erfand. So wächst bei uns zusammen, was zusammen gehört, und wir öffnen unsere heiligen Theaterhallen dem Sport des Ringens. Denn Theater ist nicht nur Sprache sondern auch Körperlichkeit. Kommt zur Waggonhalle und seht, wie die Gladiatoren der Neuzeit sich niveauvoll die Fresse polieren, bei der ersten Live-Wrestling-Show in Marburg!

Shakespeare und Goethe hätten ihre reine Freude gehabt ... auf jeden Fall aber Hemingway. In diesem Sinne ...
Eure hoffentlich noch nicht insolventen Ü30-Schafskirmes-Karussellbremser
Nisse Kreysing und Matze Schmidt P.S. Wir beglückwünschen unsere lieben Kollegen vom g-werk, die es geschafft haben und bei lecker Buffet und tollem Programm ihr neues Haus eingeweiht und mit dem Hupe-Festival gebührend gefeiert haben. Auf gute Nachbarschaft, ihr Lieben!