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Theater
GegenStand Produktion:
Lenz – eine Reise ins Nichts
Nach einem Erzählfragment von Georg
Büchner
"Müdigkeit spürte er keine, nur war es ihm manchmal unangenehm,
dass er nicht auf dem Kopf gehen konnte."
Büchner Fragment, eines der spannendsten Stücke deutscher Prosa,
beschreibt den 20tägigen Aufenthalt des Dichter J.M.R. Lenz im vogesischen
Steintal bei Johann Friedrich Oberlin, seine Wanderungen, sowie seine
wahnhaften Gottes- und Naturerlebnisse. Hierbei zeigt Büchner nichts
Phantastisches, sondern vielmehr die innere Labilität, die Unerfülltheit
und die Getriebenheit des "wahnsinnigen Asozialen", seine Abscheu
gegen die Normalität der langsam entstehenden Arbeits- und Leistungsgesellschaft.
"Was ist das, was in uns mordet, hurt und stiehlt?" fragt sich
ein junger Mann, angehender Naturwissenschaftler, politischer Kopf und
einfühlsame Dichterseele. Was macht uns lieben? Was bereitet Leid?
Was treibt uns in den Wahnsinn? Er scheint Krisen und Depressionen zu
kennen, fühlt sich wie ein Automat und sucht die Antworten auf seine
Fragen in den Niederungen der Menschheit, in den Abgründen, bei den
Verlorenen, Entrechteten und Unglücklichen.
„Antje Kessler und Matt Dressler, die teilweise grandios das Seelenleben
des Protagonisten in Szene setzen, ohne ihn lächerlich wirken zu
lassen, geben sich alle Mühe, vom, so scheint es, sorgfältig
aufgebauten Bühnenbild am Ende nur Trümmer übrig zu lassen.“
(Oberhessische Presse, 21.10.2005)
„Beeindruckende Kombination aus Schauspiel und Hörspiel“
(Marburger Neue Zeitung, 21.10.2005)
Mit:
Matt Dressler, Antje Kessler
Regie: Steffen Schmidt
Regie-Assistenz: Mia Sellmann
Eintritt: 10€/7€
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