Theater GegenStand Lesung
Moskau gibt es nicht
Lesung über eine Millionenmetropole

Moskau

Was ist Moskau?
Eine 10-Millionen-Metropole im Herzen des europäischen Russland. Das dritte Rom. Russlands Hauptstadt. Stadt der Massen, der Macht, der Mode, der Nachahmung, der Möglichkeiten, des Kapitals, des Luxus und des Elends, der Unterdrückung und des Aufbegehrens, der Kultur und Zensur. Moskau ist das Ziel aller Wünsche für die einen und ein regelrechter Alptraum für die anderen. Die tiefgefrorene Hauptstadt des Weltkommunismus entwickelte sich in den 90er Jahren zu einer dynamischen Metropole, die sich in ihrer rasanten Entwicklung manchmal selbst überholt. Nirgendwo ist der Kapitalismus härter und gnadenloser als in Moskau. Wer jung und schnell genug ist, kann in kurzer Zeit Millionen machen - wer nicht, hat Pech und bleibt auf der Strecke.
Aber Moskau hat viele Gesichter: irgendwo findet sich bis heute die mittelalterliche Zarenresidenz, das "große Dorf" der Kaufleute und Aristokraten des 19. Jahrhunderts, die Boomtown der belle Epoche und die Stadt der frühsowjetischen Avantgarde. Das Moskau der Gemeinschaftswohnungen, endlosen Schlangen und Bezugsscheine ist auch in der Stadt der Gucci und Armani tragenden neuen Russen noch präsent. Über allem schwebt natürlich die berühmt-berüchtigte russische Seele. Oder handelt es sich dabei etwa nur um eine Erfindung gerissener neu-russischer Touristik-Manager? Entscheiden Sie selbst. Kommen Sie nach Moskau.

Theater GegenStand übernimmt die Reiseleitung und stellt in einer kontrastreichen Textkollage eine der aufregendsten Städte Europas vor.

Mit: Inga Berlin, Utz Lambert, Bastian Schneider und Christiane Rippel
Konzept/Regie: Franziska Lüdtke .

Mi 30.03./Sa 02.04., 20 Uhr
Eintritt: 5 Euro

Waggonhalle