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Was tut ein Mann, wenn ... ... sich sein Traum Verflüchtigt - ob erfüllt,
ob nicht? Hängt er sich an den nächsten Baum? Beantragt er beim Amtsgericht
Die Schaffung eines neuen Traumes Zwecks Schonung des besagten Baumes?
Zwei Männer, die sich zufällig in einem nicht näher bezeichneten Pissoir
begegnen, reden, reimen, singen und streiten einen Theater-Abend lang
über alles, was (nicht nur) Männer bewegt: die Muse, das Laster, die Tücke
des Objekts - und natürlich den Kragen des Molches ... Das Ergebnis ist
ein manchmal melancholischer, bisweilen bissiger, meistens lustiger und
stets gereimter Schlagabtausch über die Widrigkeiten des Lebens an sich
und die unvermuteten Folgen der Gesundheitsreform. Über dieses Stück "Sie
pinkeln wohl sehr gern im Reim!?" "Auf Reisen und bei mir daheim!" Vielleicht
der Beginn einer wunderbaren Freundschaft: Mit obigen Worten geraten zwei
höchst unterschiedliche Persönlichkeiten in einer alltäglichen Situation
ins Gespräch, das wie selbstverständlich den ganzen Abend über in Reim
und Rhythmus fortläuft. Da geht es um die Bürde des Alterns, das Unwesen
der Präservativbenutzung, den lange gesuchten und nun endlich entdeckten
"neuen Neuen Mann" - und zum Schluss gar um Leben und Tod ... Ein kleiner
Einblick in die angeschlagene Männerseele des 21. Jahrhunderts, bei dem
sich Gelächter und Melancholie die Klinke in die Hand geben - das ist
"Der Kragen des Molches". Männer werden sich erkennen (wenn sie es auch
nicht zugeben) - und Frauen vielleicht am Ende des Abends etwas besser
informiert sein über die kleinen Geheimnisse des angeblich starken Geschlechts.
"Und wenn noch Fragen offen bleiben, so hoff' ich, dass ich trösten kann:
Wie sollt' man sich die Zeit vertreiben, gäb' es nicht mehr das Rätsel
Mann?"
Stefan
Balzter begann seine künstlerische Laufbahn als Mitbegründer einer Musical
Company, in der er u.a. neben dem Kabarett-Duo Faberhaft Guth als Sänger
und Schauspieler auftrat und ein Musical mitverfasste. Gleichzeitig schrieb
er sein eigenes Soloprogramm für Gitarre und Gesang, mit dem er in ganz
Deutschland auftrat. Einige Jahre als freier Mitarbeiter der Satirezeitschrift
"TITANIC" stählten dann seinen Zynismus ausreichend, um ihm solche Reinhard-Mey-Flausen
erst mal auszutreiben. Stattdessen folgten ein 1. Platz beim "2. Hessischen
Schmähwettbewerb" und ein heute vergriffener satirischer Roman. Ein Georg-Kreisler-Chansonabend,
den er zusammen mit dem Speyerer Pianisten Dmitrij Koscheew bestritt,
legte den Grundstein für die Zusammenarbeit mit dem Kreisler-Interpreten
Martin Gärtner: Denn an dem Tag, da sich die beiden trafen, um ihren jeweiligen
Konkurrenten diskret aus dem Weg zu räumen, entstand stattdessen die erste
Szene von "Der Kragen des Molches" ...
Martin
Gärtner mangelte es zwar nach eigener Auskunft an den für Künstlerkarrieren
so wichtigen frühkindlichen Katastrophen ("Als viertes Kind einer inzwischen
erfahrenen Mutter war es mir nicht möglich, meine Eltern noch mit irgend
etwas zu schockieren, worauf mir nichts anderes übrig blieb, als ganz
normal aufzuwachsen."). Trotzdem hat er sich inzwischen als Pianist, Dirigent,
Kabarettist und Theaterschauspieler einen Namen gemacht. Seine Solo- und
Duoprogramme (z.B. "Kreisleriana", "Beziehungsweisen" mit Tanja Haller
oder der besonders vom Fachpublikum gern gehörte "Theaterklatsch & Operntratsch")
sind nicht nur in der Region ein Begriff. Seit 1998 arbeitet er außerdem
mit Katja Ebstein zusammen, die er sowohl bei Ihren literarischen Programmen
als auch bei Fernseh- und Rundfunkauftritten begleitet.
Pressestimmen
"Mit kahlgeschorenem Kopf, herrlicher Mimik und stimmführendem Tenor gibt
Martin Gärtner im grauen Anzug mit Krawatte einen irrlichternden Kobold.
Stefan Balzter steht mehr für die verinnerlichten und auch für die absurden
Tonfälle. Und im Duett sind beide ganz und gar unschlagbar." Gießener
Anzeiger "Wen es demnächst nach Erkenntnis und seelischem Beistand dürstet,
nach einer kräftigen Dosis derben Humors, gepaart mit feinsinniger Melancholie,
der weiß ja nun, an welchem Örtchen er dies alles finden wird." Gießener
Allgemeine Zeitung "Erfrischende Offenheit ... sichtbare Freude am Thema
und Spiel ... wunderbar bizarr ... äußerst überzeugend." Wetzlarer Neue
Zeitung
Fr 18.03.,
20 Uhr
Eintritt:
10|7 Euro
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