Stefan Balzter und Martin Gärtner

Stefan Balzter und Martin Gärtner
Der Kragen des Molches
Ein Männergespräch in zwei Akten

 

 

 

Was tut ein Mann, wenn ... ... sich sein Traum Verflüchtigt - ob erfüllt, ob nicht? Hängt er sich an den nächsten Baum? Beantragt er beim Amtsgericht Die Schaffung eines neuen Traumes Zwecks Schonung des besagten Baumes? Zwei Männer, die sich zufällig in einem nicht näher bezeichneten Pissoir begegnen, reden, reimen, singen und streiten einen Theater-Abend lang über alles, was (nicht nur) Männer bewegt: die Muse, das Laster, die Tücke des Objekts - und natürlich den Kragen des Molches ... Das Ergebnis ist ein manchmal melancholischer, bisweilen bissiger, meistens lustiger und stets gereimter Schlagabtausch über die Widrigkeiten des Lebens an sich und die unvermuteten Folgen der Gesundheitsreform. Über dieses Stück "Sie pinkeln wohl sehr gern im Reim!?" "Auf Reisen und bei mir daheim!" Vielleicht der Beginn einer wunderbaren Freundschaft: Mit obigen Worten geraten zwei höchst unterschiedliche Persönlichkeiten in einer alltäglichen Situation ins Gespräch, das wie selbstverständlich den ganzen Abend über in Reim und Rhythmus fortläuft. Da geht es um die Bürde des Alterns, das Unwesen der Präservativbenutzung, den lange gesuchten und nun endlich entdeckten "neuen Neuen Mann" - und zum Schluss gar um Leben und Tod ... Ein kleiner Einblick in die angeschlagene Männerseele des 21. Jahrhunderts, bei dem sich Gelächter und Melancholie die Klinke in die Hand geben - das ist "Der Kragen des Molches". Männer werden sich erkennen (wenn sie es auch nicht zugeben) - und Frauen vielleicht am Ende des Abends etwas besser informiert sein über die kleinen Geheimnisse des angeblich starken Geschlechts. "Und wenn noch Fragen offen bleiben, so hoff' ich, dass ich trösten kann: Wie sollt' man sich die Zeit vertreiben, gäb' es nicht mehr das Rätsel Mann?"

Stefan Balzter begann seine künstlerische Laufbahn als Mitbegründer einer Musical Company, in der er u.a. neben dem Kabarett-Duo Faberhaft Guth als Sänger und Schauspieler auftrat und ein Musical mitverfasste. Gleichzeitig schrieb er sein eigenes Soloprogramm für Gitarre und Gesang, mit dem er in ganz Deutschland auftrat. Einige Jahre als freier Mitarbeiter der Satirezeitschrift "TITANIC" stählten dann seinen Zynismus ausreichend, um ihm solche Reinhard-Mey-Flausen erst mal auszutreiben. Stattdessen folgten ein 1. Platz beim "2. Hessischen Schmähwettbewerb" und ein heute vergriffener satirischer Roman. Ein Georg-Kreisler-Chansonabend, den er zusammen mit dem Speyerer Pianisten Dmitrij Koscheew bestritt, legte den Grundstein für die Zusammenarbeit mit dem Kreisler-Interpreten Martin Gärtner: Denn an dem Tag, da sich die beiden trafen, um ihren jeweiligen Konkurrenten diskret aus dem Weg zu räumen, entstand stattdessen die erste Szene von "Der Kragen des Molches" ...

Martin Gärtner mangelte es zwar nach eigener Auskunft an den für Künstlerkarrieren so wichtigen frühkindlichen Katastrophen ("Als viertes Kind einer inzwischen erfahrenen Mutter war es mir nicht möglich, meine Eltern noch mit irgend etwas zu schockieren, worauf mir nichts anderes übrig blieb, als ganz normal aufzuwachsen."). Trotzdem hat er sich inzwischen als Pianist, Dirigent, Kabarettist und Theaterschauspieler einen Namen gemacht. Seine Solo- und Duoprogramme (z.B. "Kreisleriana", "Beziehungsweisen" mit Tanja Haller oder der besonders vom Fachpublikum gern gehörte "Theaterklatsch & Operntratsch") sind nicht nur in der Region ein Begriff. Seit 1998 arbeitet er außerdem mit Katja Ebstein zusammen, die er sowohl bei Ihren literarischen Programmen als auch bei Fernseh- und Rundfunkauftritten begleitet.

Pressestimmen "Mit kahlgeschorenem Kopf, herrlicher Mimik und stimmführendem Tenor gibt Martin Gärtner im grauen Anzug mit Krawatte einen irrlichternden Kobold. Stefan Balzter steht mehr für die verinnerlichten und auch für die absurden Tonfälle. Und im Duett sind beide ganz und gar unschlagbar." Gießener Anzeiger "Wen es demnächst nach Erkenntnis und seelischem Beistand dürstet, nach einer kräftigen Dosis derben Humors, gepaart mit feinsinniger Melancholie, der weiß ja nun, an welchem Örtchen er dies alles finden wird." Gießener Allgemeine Zeitung "Erfrischende Offenheit ... sichtbare Freude am Thema und Spiel ... wunderbar bizarr ... äußerst überzeugend." Wetzlarer Neue Zeitung

Fr 18.03., 20 Uhr

Eintritt: 10|7 Euro

Waggonhalle