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Artmann ist tot: "O mein rosenfarbner Mund, wie
bist mir sehr erblasset." Der Meister der dichterischen Anarchie war Mitglied
der Wiener Gruppe und bediente sich der verschiedensten poetischen Formen,
erfand Wörter und ganze Sprachen. Paulmichl lebt: "Schwung habe ich wie
ein Besenstiel." Er schwingt Feder und Pinsel in einer Behindertenwerkstatt
in Südtirol und kennt seinen Wert: "Ich bin nicht behindert, ich kann
reden. Meine Talente enden nie." Ist bei Artmann der Name Programm, so
weiß Paulmichl: "Ich gehöre eindeutig zur Künstlerrasse." Beide setzen
sich über sprachliche Normen hinweg, turnen ungeniert rechts und links
des schmalen Grats zwischen Genie und Wahnsinn und erklimmern bravourös
den Gipfel poetischer Ekstase. Lektüre: Christoph Beier, Pruniella Fuchs
Musik: Michael Protzen
So
04.04., 20 Uhr
Eintritt: 8/6 Euro (1 Euro Ermäßigung mit der Eintrittskarte vom Vorabend)
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