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Csabai Attila Dance Company (Ungarn)
Trisex
Vier zeitgenössische Choreographien
Mit
der Csabai Dance Company stellt sich eins
der innovativsten jungen Ensembles der zeitgenössischen ungarischen Tanzszene
in Marburg vor. 1997 praktisch aus dem "Nichts" gegründet, machte sich
die Gruppe um Attila Csabai schnell einen Namen. Ihre Premieren sind von
einer unverwechselbaren Atmosphäre geprägt und entwickelten über die Jahre
geradezu Event-Charakter. Die Produktionen der Csabai Dance Company zeichen
sich einerseits durch den individuellen Charakter der einzelnen Stücke
aus, die immer wieder unerwartete Neuerungen bieten; andererseits aber
auch durch eine unverwechselbare, künstlerische Handschrift, die sich
mit der Zeit immer deutlicher ausprägte. In der Waggonhalle zeigt die
Csabai Dance Company drei Solostücke und ein Trio:
Józan
(Nüchtern)
Choreographie/Tanz: Miriam Friedrich
In
Józan begibt sich Miriam Friedrich auf die Suche nach einem Ausgleich
von Abstraktion und konkretem Geschehen, nach einer "Zwischenrealität",
losgelöst von Zeit und Raum. Anstatt eine Geschichte von Anfang bis Ende
zu erzählen, zeigt sie eine Situation, die geschieht und nicht geschieht,
etwas, das vor und nach einem Geschehen besteht.
Miriam
Friedrich stammt aus Marburg. Sie studierte an der Rotterdamse Dansakademie
Modernen Tanz und Improvisation-Komposition. Nach Abschluss ihrer Ausbildung
arbeitete sie als Tänzerin, Choreographin und Dozentin in Deutschland,
den Niederlanden und Namibia. Seit drei Jahren lebt und arbeitet sie in
Budapest. Józan ist ihre erste Soloproduktion und ein wichtiger Schritt
auf dem Weg zur Entwicklung ihrer individuellen choreographischen Ausdrucksform.
Miriam Friedrich ist seit 2002 Mitglied der Csabai Attila Dance Company.
E.
Sch Eroto. Hommage an Egon Schiele
Choreographie/Tanz: Krisztián Gergye
"Unbewegliche
Wesen. Ihr Tanzen. Steif-e, krampfhaft-e, knöchern-e Gelüste und Gesten.
Das Bild als Code eines Gefühlsaugenblicks. Archetypen menschlichen Seins,
eingeschlossen in und herausschauend aus weiblichen und männlichen Körpern.
Ihre Ehrlichkeit nicht als Provokation gedacht, sondern als Selbsterkennung."
(Krisztián Gergye)
Krisztián Gergye ersetzt in seiner Choreographie die traditionelle javanesische
Darstellung der göttlichen Idee durch Egon Schieles aufrichtige Beschreibungen
des "menschlichen Monsters". Inspiriert durch das psychologische Portrait
eines Malers macht er sich auf die Suche nach seinem eigenen psychologischen
Portrait.
Krisztián
Gergye tanzt seit 1996 und interessierte sich zunächst vor allem für traditionellen
javanesischen Tanz. 1998 ermöglichte ihm ein Stipendium ein einjähriges
Studium in Indonesien, wo er verschiedene javanesische Tanztechniken erlernte.
2000 begann er auch als Choreograph zu arbeiten. Kennzeichnend für seinen
Stil ist die Fusion von zeitgenössischem und traditionellem, javanesischem
Tanz. Seit 1999 gehört Krisztián Gergye zur Csabai Attila Dance Company,
tanzt aber auch bei anderen Kompanien, darunter Pál Frénak Cmpany, Dream
Team und Atlantis Dance Theatre.
Dewa
Che (Der große Frieden)
Choreographie/View/Tanz:
Attila Csabai
"Heutzutage
gehen Wissenschaftler davon aus, dass die absterbenden Neuronen die Produktion
sogenannter Glücksgefühle verursachen. Dies könnte eine objektive Erklärung
für die Existenz des Paradieses sein. Trotzdem müssen wir uns noch immer
mit ziemlich subjektiven Gefühlen zufrieden geben." (Attila Csabai)
In
seiner neuesten Produktion überschreitet Attila Csabai selbstdefinierte
Grenzen. Er dekodiert, bzw. rekodiert sein gesamtes vorheriges Symbol-System
und wird dadurch zugänglicher als je zuvor.
Trisex
(Uraufführung)
Choreographie/Tanz: Attila Csabai, Miriam Friedrich, Krisztián Gergye
Trisex
ist die Überrraschungs-Choreographie des Abends: Außer dem Titel und den
beteiligten TänzerInnen/ChoreographInnen ist nichts über das Stück bekannt.
Da hilft nur eins: kommen und anschauen.
Eintritt:
10/7 Euro
Mi 20./Do 21.8.
20.00 Uhr
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