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Artmann ist tot:
"O mein rosenfarbner Mund, wie bist mir sehr erblasset."
Der Meister der dichterischen Anarchie war Mitglied der Wiener Gruppe
und bediente sich der verschiedensten poetischen Formen, erfand Wörter
und ganze Sprachen.
Paulmichl lebt: "Schwung
habe ich wie ein Besenstiel."
Er schwingt Feder und Pinsel in einer Behindertenwerkstatt in Südtirol
und kennt seinen Wert: "Ich bin nicht behindert, ich kann reden. Meine
Talente enden nie."
Ist bei Artmann
der Name Programm, so weiß Paulmichl: "Ich gehöre eindeutig zur Künstlerrasse."
Beide Autoren setzen sich über sprachliche Normen hinweg, turnen ungeniert
rechts und links des schmalen Grats zwischen Genie und Wahnsinn und erklimmen
bravourös den Gipfel poetischer Ekstase.
Eintritt:
4 Euro
Do
13.3., 20.30 Uhr
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