Stefan Kissel presents
Acoustic Meeting vol. 4
mit Chris Jones, Dale King & Billy Goodman
Chris Jones Billy Goodman

Robert Oberbeck

Dale King

Große Kunst fordert zuweilen Opfer, auch in der Musik. Und wenn dann ein besonders feinfühliges Publikum – nämlich die Freunde akustischer Musik, die bekanntlich durch bloße Effekthascherei nicht zu beeindrucken sind – mit einem seligen Lächeln über den Verlust hinwegsieht, dann war das Opfer nicht umsonst. Besagter Gesichtsausdruck der Verzückung findet sich bei den Gästen von Chris-Jones-Konzerten. Und das Opfer, das dieser Ausnahmemusiker seiner Kunst erweisen muss, sind handgefertigte Lakewood-Gitarren, die er durch die Verwendung metallener Fingerpicks auf geniale Weise ruiniert. So entsteht ein originärer Sound, der unorthodox ist und gleichzeitig das Maximum dessen, was mit einer akustischen Gitarre möglich ist, aus dem Instrument hervorzaubert. Diese Klänge sind nicht die einzige Überraschung, die das Publikum von Chris Jones erwarten darf. Denn zu seinen Vorbildern gehört neben Bob Dylan oder Peter, Paul & Mary eben auch ein gewisser Johann Sebastian Bach, dem Jones eine Sonate widmete, die ihn einst zum "Jungkomponisten des Jahres" machte. Das Spektrum reicht denn auch vom Barock über traditionelle irische Musik bis hin zu Blues, Country und Rock'n'Roll. Als ob dies nicht bereits abendfüllend wäre, bietet die vierte Ausgabe des Acoustic Meetings in bewährter Manier noch zwei Acts als "Anwärmer", die allein schon das Kommen Wert wären: Robert Oberbeck macht den Anfang in der Waggonhalle. Das Marburger Urgestein muss man nicht mehr vorstellen. Sein Mix aus eigenen Songs und Coverversionen von Springsteen bis Tom Petty machten ihm einen Namen als HardCore Troubadour. Im Anschluss wird das Publikum Zeuge einer ganz speziellen musikalischen Begegnung. Billy Goodman und Dale King werden ihre Perfektion an slide guitar bzw. Mundharmonika zu einer höheren Einheit verschmelzen. Und wenn der Blues-King dann noch seinen Bariton aus der Kehle lässt, dürfte die Zeit bis zum Auftritt von Chris Jones bestimmt nicht zu lang werden

Eintritt: 10/7 Euro
Fr 7.3., 20.00 Uhr

Waggonhalle