Spielbühne Wehrheim
Kasimir und Karoline
von Ödön von Horváth
Spielbühne Wehrheim

Spielbühne Wehrheim

Horváths Volksstück, 1932 geschrieben, steht unter dem Motto: "Und die Liebe höret nimmer auf". Schauplatz ist ein Volksfest mit Bierbänken, Losbude, Abnormitäten-Kabinett. Musik wabert durch die Luft. Kasimir, der gerade entlassen worden ist, trennt sich nach Streitigkeiten von seiner Verlobten Karoline. Der Merkl Franz, ein Ganeff, nimmt sich des verzweifelten Kasimir an. Die Herren Schürzinger, Rauch und Speer, allesamt besser gestellt und mit dem nötigen Kleingeld, schwänzeln um die junge Karoline herum. Was als sorglose Vergnügung beginnt, entwickelt sich bald zum Spiegelbild einer intoleranten, gewalttätigen Gesellschaft. Es regiert allein die finanzielle Potenz. Vor dem Hintergrund der feucht-fröhlichen Vergnügungen entrollt sich der Bilderbogen einer engstirnigen und gefühlskalten Gesellschaft. Beindruckend ist die Aktualität, die Horváths Stück kennzeichnet – mitsamt der Liebe, die angeblich "nimmer aufhört".

Die Spielbühne ist das Theater der Landjugend Wehrheim, einer engagierten Amateurtheatergruppe, die mit Kasimir und Karoline bereits ihre zweite Produktion in der Waggonhalle zeigt.

Es spielen: Matthias Mony, Regina Hoff, Markus Rühl, Andreas Peterknecht, Tilman Beyland, Philip Foerster, Claudia Busson, Manuela Krause, Nicole Röder, Holm Steinert, Wolfgang Gauger, Adrienne Denz u.v.a. Inszenierung: Olaf Velte; Bühnenbild: Stefan Velte; Licht und Musik: Patrick Lipinski und Till Reimann.

Fr 6./Sa 7.9., 20.30 Uhr
Eintritt: 8/6 €

Waggonhalle