Theater GegenStand
Helvers Nacht
Helvers Nacht. Foto: Martin Esters

Foto: Christina Knorz

Irgendeine europäische Großstadt zur Zeit des totalitären Umbruchs. Der geistig behinderte junge Mann Helver lebt mit seiner "Ziehmutter" Karla zusammen. Er ist fasziniert von den militärischen Vorgängen auf den Straßen, kann die Ideologie dahinter aber nicht begreifen. Ihm droht die Einweisung in eine Anstalt und damit auch der Tod aufgrund seiner Behinderung. Karla versucht ihn zu retten, scheitert aber an der Ausweglosigkeit der Situation und an ihrer eigenen Vergangenheit. Helver stirbt.

Helvers Nacht ist ein Drama über die Faszination des Faschismus und ihre Opfer, über Macht und Gewalt, über Schuld und Sühne.

Jaroslaw Swierszcz, der unter dem Pseudonym Ingmar Villqist veröffentlicht, wurde 1960 in Krolewska (Polen) geboren. Er ist Kunsthistoriker, Professor an der Kunstakademie in Warschau und Gründer des freien Autorentheaters Kricket in seiner Heimatstadt.

Ingmar Villqist gehört zu den populärsten jungen Dramatikern Polens. Seine Stücke sind inspiriert von dem psychologischen Stil großer skandinavischer Autoren, wie z.B. Bergmann und Ibsen. Er selbst ist fasziniert von den grundlegenden menschlichen Emotionen: Liebe, Haß und der Angst vor dem Tod. Bisher sind von ihm 9 Theaterstücke veröffentlicht worden und Helvers Nacht gehört zu den momentan viel gespielten Dramen in Polen.

Mit: Marlene Harrach-Pfeiffer und Nisse Kreysing.
Regie: Miriam Göbbels.

"'Helvers Nacht' fesselte von der ersten bis zur letzten Minute durch eine große Dichte und mitreißende Emotionalität" Marburger Neue Zeitung

"Marlene Harrach-Pfeiffer und Nisse Kreysing spielen Karla und Helver mit einer beeindruckenden physischen Präsenz" Oberhessische Presse

Fr 5./Sa 6./So 7.4., 20.30 Uhr
Eintritt: 10/7 €

Waggonhalle