Johannes Oehlmann (Roßberg/Berlin)
Gongs, Buk und Geschichten vom Tao
Solokonzert zum Jahresbeginn
Foto: Merit Esther Engelke

Foto: Merit Esther Engelke

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Johannes Oehlmann – Gongspieler und Perkussionist – spielt einfache Instrumente wie chinesische Gongs und Tam-Tams, oder die koreanische Fasstrommel Buk. Die Beziehung zur Zeit, das in Beziehung Setzen von Klang und Stille, das unmittelbare, dynamische Spiel aus dem Moment heraus sind grundlegende Elemente seines Spiels. Die Musik bietet außergewöhnliche Klänge und Klanglandschaften: eindrücklich und voller Intensität, poetisch und zauberhaft, tiefgründig und weit. Gongs, Tam-Tams und Buk entstanden in der gleichen Gegend und zur gleichen Zeit wie die Gedanken des Taoismus. Daher rezitiert Johannes Oehlmann im Rahmen seines Konzertes Texte des bedeutenden taoistischen Weisen Dschuang-Dsi und des Zen-Mönchs und Einsiedlers Han Shan. Dschuang Dsis Texte zeichnen sich durch die Verbindung von tiefer Einsicht und beißend scharfer Sozialkritik aus, die auch heute nichts von ihrer Aktualität verloren hat. Die Gedichte des Mönchs Han Shan, der sich aus der Welt zurückzog, um zur Einkehr, zum Einssein zu gelangen, sind voller Klarheit und Poesie. Die Musik von Johannes Oehlmann bildet Einstimmung und Hintergrund für die Texte.

Johannes Oehlmann ist Musiker und Gestalttherapeut. Er spielt seit über 20 Jahren Gongs und Perkussion. Er gab Konzerte in Berlin, Wien und Jerusalem, veröffentlichte zwei CDs und leitet Gong- und Trommelkurse. Im letzten Jahr zog er mit seiner Familie aus Berlin nach Roßberg im Ebsdorfergrund. In Berlin spielte Johannes Oehlmann regelmäßig zum Jahresbeginn in der Kreuzberger Ölberg-Kirche, die in den vergangenen Jahren bis auf den letzten Platz gefüllt war. Dies ist sein erstes Konzert in Marburg.

Do 17.1., 20.30 Uhr
Eintritt: 18/14 DM

Waggonhalle