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Wie
weit ist der Weg vom Täter zum Opfer? Wie sieht die Psychologie eines
Mörders aus? Was treibt einen jungen Mann, der Metzgergeselle, Zauberkünstler
und Musikliebhaber ist, zum Töten? Arwid Klaws spielt ein Kind, das nicht
erwachsen werden will und deswegen als Heranwachsender Kinder umbringt.
"Der neunzehnjährige Metzgergeselle Jürgen Bartsch aus Langenberg hat
gestanden, in den Jahren 1962 bis 1966 vier schulpflichtige Jungen ermordet
zu haben." (FAZ)
Die Inszenierung zeigt Jürgen Bartsch als Menschen, nicht als Mordmaschine.
Ein junger Mann, der in der Gesellschaft keinen Platz gefunden hat: "An
einen guten Traum kann ich mich überhaupt nicht entsinnen."
"Ich halte mich gänzlich unaggressiv, soweit es sich nicht um Sexualität
handelte." Jürgen Bartsch war nicht harmlos. Er hat sich nicht selbst
ausgeliefert, sondern wurde überführt. Seine zahllosen Briefe und Tonbandaufnahmen
entstanden erst in der Haft, in die ihn die Flucht seines letzten Opfers
gebracht hatte. Kurz vor seiner Kastration bringt er die eigenen Taten
auf den Punkt. Zwischen zwanghaftem Kartenspiel, Zaubertricks eines souveränen
Bühnenkünstlers und Wahnvorstellungen von Kindern aus dem Land der Teletubbies
kristallisiert sich für einen Moment in schmerzhafter Deutlichkeit die
Realität seiner Taten.
Mit: Arwid Klaws
Stückfassung/Regie: Tina Brüggemann, Tonio Kleinknecht.
[Homepage
des FACT-Theaters]
Fr
18./Sa 19./So 20.1., 20.30 Uhr
Eintritt:
18/14 DM
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