Theater Thikwà (Berlin)
ver-richtungen/m²

Theater Thikwà

ver-richtungen/m folgt den Spuren der scheinbaren Idylle des Alltags. Die Bühne bietet acht Darstellern einen jeweils genau definierten Spielort, der, wie ein Wohnzimmer, auch ein persönlicher Freiraum für kleine Verrichtungen und wiederkehrende, beinahe ritualisierte Handlungen ist. Diese aus dem Alltagszusammenhang gerissenen Handlungen besitzen ihr eigenes Metrum, ihre eigene Geschwindigkeit, Lautstärke und Dauer. Wiederholungen transformieren zu Ausbruchsversuchen, sie bestimmen den Rhythmus der szenischen Installation. Im zufälligen und geplanten Aufeinanderprallen privater Idyllen entsteht ein sich immer wieder neuzusammensetzender Bilderbogen von Befindlichkeiten, der als eine intime, aber auch abstrakte Studie über Alltagsrituale gelesen werden kann.

Das Theater Thikwà qualifiziert Menschen mit Behinderung für eine Arbeit als Schauspieler im Theater-Bereich. Derzeit arbeiten hier 14 geistig und körperlich behinderte Mitarbeiter. Ausgangspunkt der Arbeit sind immer künstlerische Fragestellungen, Auseinandersetzungen mit der ästhetischen Form und die Einbeziehung einer Beeinträchtigung in die Art und Weise der Darstellung.
Thikwà arbeitet kontinuierlich mit den unterschiedlichsten Regisseuren, die meist nicht aus der Behindertenarbeit kommen. Aus dieser Zusammenarbeit entstehen Produktionen, die von den Ideen und der individuellen Arbeitsweise des jeweiligen Regisseurs geprägt sind.

Regie: Martina Couturier
mit: H. Bruck, F. Eggert, R. Geiersberger, C. Heidepriem, E. Maurice, M. Nitz, P.Pankow, T. Petersen


So 25.11., 20.00 Uhr

Eucrea

25.11. – 1.12. 2001
EUCREA FESTIVAL
Europäisches integratives Tanzfestival in Marburg

Theater Thikwà

Waggonhalle