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Theater
Thikwà (Berlin)
ver-richtungen/m² |
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ver-richtungen/m folgt den Spuren der scheinbaren Idylle des Alltags. Die Bühne bietet acht Darstellern einen jeweils genau definierten Spielort, der, wie ein Wohnzimmer, auch ein persönlicher Freiraum für kleine Verrichtungen und wiederkehrende, beinahe ritualisierte Handlungen ist. Diese aus dem Alltagszusammenhang gerissenen Handlungen besitzen ihr eigenes Metrum, ihre eigene Geschwindigkeit, Lautstärke und Dauer. Wiederholungen transformieren zu Ausbruchsversuchen, sie bestimmen den Rhythmus der szenischen Installation. Im zufälligen und geplanten Aufeinanderprallen privater Idyllen entsteht ein sich immer wieder neuzusammensetzender Bilderbogen von Befindlichkeiten, der als eine intime, aber auch abstrakte Studie über Alltagsrituale gelesen werden kann. Das
Theater Thikwà qualifiziert Menschen
mit Behinderung für eine Arbeit als Schauspieler im Theater-Bereich. Derzeit
arbeiten hier 14 geistig und körperlich behinderte Mitarbeiter. Ausgangspunkt
der Arbeit sind immer künstlerische Fragestellungen, Auseinandersetzungen
mit der ästhetischen Form und die Einbeziehung einer Beeinträchtigung
in die Art und Weise der Darstellung. |
25.11. 1.12. 2001
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