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In
St. Jago, der Hauptstadt des Königreichs Chili, stand gerade in dem Augenblicke
der großen Erderschütterung vom Jahre 1647, bey welcher viele tausend Menschen
ihren Untergang fanden, ein junger, auf ein Verbrechen angeklagter Spanier
namens Jeronimo Rugera, an einem Pfeiler des Gefängnisses, in welches man
ihn eingesperrt hatte, und wollte sich erhenken." Dazu kommt es nicht: das
Beben jagt den Mann aus dem Kerker. Seine Geliebte Josephe, wegen lediger
Mutterschaft zum Tode verurteilt, entkommt der Enthauptung. Auch kann sie
ihr gemeinsames Kind aus einem brennenden Kloster retten. Die drei finden
sich - "und Seligkeit, als ob es das Tal von Eden wäre". Die Überlebenden
der Stadt eint großzügige Menschlichkeit. Soziale Schranken fallen. Doch
dann vernichtet fanatische Mordlust, angestachelt von priesterlicher Hetze,
was das Beben verschont und gerettet hatte. Die Katastrophe vollendet sich.
Doch einer überlebt, von dem es heißt: ... "so war es ihm fast, als müßt
er sich freuen."
Rezitation: Pruniella Fuchs, Klavier: Albert Kaul
Eintritt:
18/14 DM
Do 13.9., Schulvorstellung
Do 13.9., 20.30 Uhr |