Theater GegenStand & Grisette Orchester
Das Erdbeben in Chili
von Heinrich v. Kleist
Pruniella Fuchs
  In St. Jago, der Hauptstadt des Königreichs Chili, stand gerade in dem Augenblicke der großen Erderschütterung vom Jahre 1647, bey welcher viele tausend Menschen ihren Untergang fanden, ein junger, auf ein Verbrechen angeklagter Spanier namens Jeronimo Rugera, an einem Pfeiler des Gefängnisses, in welches man ihn eingesperrt hatte, und wollte sich erhenken." Dazu kommt es nicht: das Beben jagt den Mann aus dem Kerker. Seine Geliebte Josephe, wegen lediger Mutterschaft zum Tode verurteilt, entkommt der Enthauptung. Auch kann sie ihr gemeinsames Kind aus einem brennenden Kloster retten. Die drei finden sich - "und Seligkeit, als ob es das Tal von Eden wäre". Die Überlebenden der Stadt eint großzügige Menschlichkeit. Soziale Schranken fallen. Doch dann vernichtet fanatische Mordlust, angestachelt von priesterlicher Hetze, was das Beben verschont und gerettet hatte. Die Katastrophe vollendet sich. Doch einer überlebt, von dem es heißt: ... "so war es ihm fast, als müßt er sich freuen."
Rezitation: Pruniella Fuchs, Klavier: Albert Kaul


Eintritt: 18/14 DM
Do 13.9., Schulvorstellung

Do 13.9., 20.30 Uhr

Waggonhalle