Zug, entferntZug, entfernt
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Vom gleichen Bahnsteig
um 21 Uhr 12
Zuggeschichten.

Zugfahren ist einfach. Man benötigt eine Fahrkarte und eine Zugverbindung. Doch Zugfahren ist mehr als nur ein lästiges Warten auf die Ankunft, während der Zug sich von Punkt A nach Punkt B fortbewegt.
Als Zugreisender kann man wunderbare und wunderliche Mitreisende treffen und eigenartige, besenstielähnliche Gegenstände aus seltsamen Gepäckstücken ragen sehen; man führt und hört Gespräche, die man sonst nicht führen und hören würde, und man fragt sich mit einem Mal, wo man eigentlich seine Fahrkahrte hingesteckt hat.
Davon, aber auch von Dingen, die man als normaler Zugreisender nicht erleben wird, handelt diese Lesung. Da gibt es spontane Eheschließungen und nicht enden wollende Tunnel; Züge halten an Bahnhöfen, die es gar nicht gibt, und wenn ein Fahrgast einen Sonderwunsch hat, verlässt der Zug die Gleise und bringt ihn direkt zu seinem Wunschziel.
Bei all dem vergisst man leicht, warum man eigentlich von Punkt A nach Punkt B fahren wollte, und stellt fest: Start- und Endpunkt einer Zugfahrt sind austauschbar. Die Fahrt selbst ist einzigartig.
Franziska Lüdtke und Martin Esters lesen Eisenbahn-Texte von Friedrich Dürrenmatt, Boris Vian, Peter Bichsel, Venedikt Erofeev u.a.
Eine Lesung in einem Eisenbahnwaggon auf dem Marburger Hauptbahnhof (Gleis 1)
Eintritt: 10 DM
Do 5.7., 20.30 Uhr

Waggonhalle

Zug, entfernt Zug, plötzlich ganz nah

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