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Vergessen
Sie alles, was Sie über Lewis Carrolls Alice im Wunderland sowieso nicht
mehr wissen. Denn LYNX hat Alice nur als Ausgangspunkt genommen, und setzt
dem nun einige andere, seltsame Wirklichkeiten von unserem Hier und Jetzt
gegenüber. Welten und Gegen-Welten, Figuren und Gegen-Figuren, Publikum
und... Die Wirklichkeiten verschieben sich, die Rollen sind nicht mehr
klar. Dieses Hin- und Herzappen zwischen Welten geschieht in Carrolls
Geschichten mit Alice: Sie landet nach einem Flug durch einen ellenlangen
Schacht in einer verrückt-verqueren Wunderwelt und stolpert von einer
abstrusen Szenerie in die nächste. Soziale Normen und Verhaltenskodexe
verstehen nur die Einheimischen. Alice bleibt außen vor. Dementsprechend
wird eine Alice auf der Bühne auch nicht zu sehen sein. Diese Rolle ist
dem Publikum zugedacht, das durch die LYNX'sche Wunderwelt katapultiert
wird. Eine leichte Verwirrung, ein bisschen Lubitsch-Touch mit einem Quäntchen
Hitchcock-Suspense ...
Die 1994 gegründete Gruppe LYNX zaubert mit einfachsten Mitteln magische
Bewegungsbilder auf die Bühne, verblüffendes Tanz- & Bewegungstheater
der verspielten Art: visuell, herzerfrischend und innovativ. Mit ihren
Themen und Inhalten kehren sie nicht den moralischen Fingerzeig hervor,
vielmehr setzen sie geistige Wetz- und Stolpersteine.
Mit: Monique Schnyder, Pamela Battana, Rico Grandjean, Roland Berner;
Regie: Christian Mattis
Im
Rahmen des 9. Mittelhessischen Kultursommers
Eintritt: 18,-/14,- DM
Do 12./Fr 13.7., 20.30 Uhr
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