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FACT Theater
Die geliebte Stimme von Jean Cocteau |
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Der
Vorhang hebt sich am Rande des Abgrunds: Die Heftigkeit der Gefühle mündet
in dem Sog des Todes. Die Liebe ist dem Tod verfallen. Das 1930 erschienene Stück von Jean Cocteau beschreibt das Telefongespräch einer Frau mit ihrem Ex-Freund, an dessen Ende ihr Selbstmord steht. Es schildert die Verzweiflung einer Frau, die ganz und gar abhängig ist. Das Telefon ist nicht nur Medium eines imaginären Dialogs, sondern auch Zeichen der mißglückten Kommunikation, Symbol der Vereinsamung und Abhängigkeit des Menschen, der sich am Ende mit der Telefonschnur aufhängt. Die letzten Worte der Frau lauten: "Jetzt darfst Du trennen. Trenne, trenne schnell. Ich liebe Dich." Cocteaus Frauenfigur ist in Abhängigkeiten gefangen: "Die Schauspielerin soll den Eindruck erwecken, als blute sie, als verliere sie Blut wie ein hinkendes Tier und als ende sie in einem Zimmer voller Blut." Die Frau von heute verliert sich auf der Suche nach sich selbst mehr und mehr im Großstadtdschungel. Die Entfremdung scheint programmiert. Die in Hast und Hetze funktionierende Gesellschaft gibt Cocteaus Frauenfigur keinen Platz mehr. Mit: Frauke Fehrmann. Regie: Tonio Kleinknecht Eintritt: 18/14 DM Sa 30.6./So 1.7. 20.30 Uhr |