Deutlich Lesen
Rose Ausländer: Ein denkendes Herz das singt.
Eine Lesung zum 100. Geburtstag

Rose Ausländer 1961

Rose Ausländer

Viele Gedichte Rose Ausländers bestehen nur aus wenigen Worten, sind leicht zu verstehen und haben dennoch einen kaum auslotbaren Sinn.
Das Ensemble von Theater GegenStand liest Gedichte und Prosatexte aus allen Schaffensperioden der 1901– wie Paul Celan – in Czernowitz geborenen Dichterin. Biographische Daten und Zeitzeugnisse ergänzen das Portrait von Rose Ausländer und so entsteht auch ein Bild von Leben und Schreiben einer Jüdin über mehrere Jahrzehnte in Deutschland. Rose Ausländer ging 1922 erstmals in die USA, kehrte jedoch nach Österreich zurück. Von 1941- 1944 war sie im Ghetto von Czernowitz interniert. Nach dem Krieg Ausreise nach New York. Sie schreibt bis 1956 nur auf Englisch.
Im Jahr 1966 siedelt Rose Ausländer nach mehreren Reisen nach Düsseldorf über. Fast dreißig Jahre nach ihrer ersten Buchpublikation im Jahr 1939 erhält sie erste Preise, wird bekannt. Im Jahr 1972 zieht sie ins Nelly-Sachs-Altenheim der jüdischen Gemeinde Düsseldorf, wo sie 1988 nach zehnjähriger Bettlägrigkeit stirbt.
Rose Ausländer fühlte sich als jüdische Dichterin auch nach dem Holocaust noch in der deutschen Sprache zu Hause. Ihre Dichtung ist auch ein Zeichen des Widerstands: Des Widerstands gegen das Sterben, gegen die Selbstaufgabe angesichts einer bedrängenden Wirklichkeit. Nicht nur wegen des runden Jubiläums ist sie aktuell und wichtig.
Mit dem Theater GegenStand Ensemble, Abendgestaltung Michael A. Bernard


Fr 11.5., 20.30 Uhr


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