Yusupha Kuyateh (Kora und Gesang)
Traditionelle Musik aus Gambia

Eine für diese Breiten ungewöhnliche Performance wird hier präsentiert: Yusupha Kuyateh ist ein traditioneller Sänger, der in seinen Liedern die Geschichte und die Geschichten seines Volkes bewahrt und weiterträgt. Er stammt aus der in Gambia, Senegal und Guinea/Conakry berühmten und sehr angesehenen Griotfamilie Kuyateh. Die Griots oder Jalis, wie sie eigentlich in Gambia heißen, sind in diesem Teil Afrikas Bibliothek und Nachrichtenvermittler zugleich. Man ruft sie zu feierlichen Anlässen wie Taufen, Hochzeiten und Begräbnissen, sie begleiten wichtige Persönlichkeiten auf Reisen, fahren aber auch selbst umher, um die Welt kennenzulernen ud dann wieder zu Hause davon berichten zu können. Jenseits ihres phänomenalen Gedächtnisses sind sie auch hervorragende Musiker. Ihr Hauptinstrument ist die Kora, eine Harfe, die aus einer Kalebassenhälfte, einem Kuhfell und einem Holzstab gefertigt wird und 21 Saiten hat. Yusupha Kuyateh hat wie alle Griots schon als kleiner Junge das Spiel dieses Instrumentes zu lernen begonnen, so daß er es inzwischen zu einem hohen Niveau gebracht hat. Er ist ein beeindruckender Sänger, der mit seiner ruhigen Ausstrahlung schnell das Publikum in seinen Bann zieht.
Valentin Reinbold, Yusuphas langjähriger Freund und Manager, erzählt und moderiert die Veranstaltungen. Er kommentiert und überträgt in eigene Worte, worüber Yusupha singt und macht diese Geschichten so auch für deutsche Zuhörer verständlich. Besonders angetan haben es ihm die Geschichte von Bamba Bojang, der um den Preis seines eigenen Lebens sein Dorf von den Krokodilen befreite, und das Epos von Sundiata Keita, einem malinesischen Prinzen, der im 13. Jahrhundert gelebt hat und dessen Geschichte von Shakespearscher Wucht und Dramatik ist.
Mit: Yusupha Kuyateh und Valentin Reinbold.

Eintritt 18,-/14,- DM
Sa 21.4., 20.30 Uhr

Waggonhalle