Joachim Hoßbach (Herborn)
Martha oder die Frage nach der Schuld
Tragisch-groteskes Spiel zwischen Mann und Schreibmaschine

Joachim Hoßbach in "Martha". Foto: Meike Düppers

Joachim Hoßbach in "Martha". Foto: Meike Düppers

Ein Mann, Mitte Vierzig, benutzt die Schreibmaschine, ein technisches Ungetüm aus einer anderen Zeit, und ist gleichzeitig Spielball ihrer Philosophie und Gedanken. Denn... die Maschine hat ein Innenleben und er schreibt Worte, die sie ihm quasi diktiert. Seine Aufgabe ist es, in diesem Wechselspiel die Worte zu füllen. Immer mehr wird das Spiel zur Provokation und es entwickelt sich ein ungleicher Kampf. Jedes Wort löst ein Wechselbad der Gefühle aus. Und dann erscheint dieser Name: MARTHA. Etwas aus der Vergangenheit, das in seinem jetzigen Leben, in seiner Gemeinschaft mit der Schreibmaschine ganz und gar keinen Platz hat. Dieser Name bringt sein Leben völlig aus der Ordnung und konfrontiert ihn mit seiner Einsamkeit.
"Martha oder die Frage nach der Schuld" ist eine groteske Auseinandersetzung mit der Gewalt. Wer sie verursacht, wer sie ausführt und wer letztlich die Verantwortung übernimmt oder übernehmen soll. Es ist die Zwiesprache zwischen der Bekenner-Schreibmaschine und ihrem Erfüllungsgehilfen.
Von und mit: Joachim Hoßbach

Eintritt 18,-/14,- DM
Do 26.4. 20.30
Fr 27.4. 20.30

Waggonhalle